Im Falle eines Unfallschadens ...

sollten Sie gut informiert und präpariert sein, damit dem Schreck nicht auch noch der Ärger folgt, denn das kann teuer für Sie werden, wenn Ihnen berechtigte Schadenersatzansprüche vorenthalten werden.

Wer Schadenersatz leisten muß, will sparen und die Versicherungsbranche hat hierzu das sog. "Schadenmanagement" erfunden. Dabei geht es um eine für die Versicherung kostengünstige Schadenregulierung und die soll nach dem Willen der gegnerischen Versicherung gesteuert werden. Vertrauenswerkstätten und Vertrauenssachverständige sollen diese Vorgehensweise unterstützen.

Dazu werden auch Sie als ungeliebter Unfallgegner einfach zum "Kunden" umfunktioniert. So ist es dann einleuchtender, dass man Ihnen "Kundendienst" angedeihen lassen will.

Dabei geht es jedoch in erster Linie nicht um Ihre Interessenlage, sondern um die Ziele der gegnerischen Versicherung.

Dazu gehören u.a. Verzicht des Geschädigten auf anwaltliche Beratung, Verzicht auf ein unabhängiges Beweissicherungs-Gutachten, Akteptanz einer Vertrauenswerkstatt des Versicherers, Akzeptanz einer Reparatur nach den Vorstellungen der gegnerischen Versicherung, Minderwertregulierung nach Vorstellung der gegnerischen Versicherung usw.

Dabei sollten Sie wissen, dass bei klarer Schuldfrage, die Kosten für einen Rechtsanwalt und für einen Kfz-Sachverständigen auch zum geschuldeten Schadenersatz gehören. Warum sollten deshalb gerade SIE auf eine Rechtsberatung und auf ein unabhängiges Beweissicherungs-Gutachten verzichten, denn wenn es hart auf hart geht, müssen Sie die Berechtigung Ihrer Schadenersatzansprüche beweisen. Das geht weder mit Hilfe eines Kostenvoranschlages noch mit dem Schadenmanagement der Autoversicherer. Sie sind als Geschädigter der Herr des Verfahrens und dürfen selbstverständlich ganz allein darüber entscheiden, was zu tun ist. Auf eine Beratung durch die gegnerische Versicherung können Sie deshalb getrost verzichten.